Das Burn-out-Syndrom


Mit dem Begriff "Burnout-Syndrom" wird ein psychovegetatives Erschöpfungssyndrom infolge einer chronischen, beruflich bedingten Beanspruchungsreaktion bezeichnet.
(Burisch, 1994)

Die ersten Beschreibungen stammten aus helfenden Berufen bei Sozialarbeitern, Krankenschwestern, Ärzten und Lehrern.
Inzwischen sind Burnout-Symptome bei Angehörigen vieler anderer Berufe aufgezeigt worden, z.B. bei Polizisten, bei Managern, bei Stewardessen, bei Journalisten, bei EDV-Spezialisten., bei Architekten.

In unserem Verständnis sind Burnout-Symptome auch nicht auf Belastungen beschränkt, die im Zusammenhang mit einer Erwerbstätigkeit stehen. Vielmehr können Burnout-Prozesse auch durch langanhaltende Belastungen im familiären Bereich, z.B. bei der Pflege von Angehörigen entstehen.

Im Folgenden werden die Symptome eines Burnout-Syndroms aufgelistet:

  • Körperliche Erschöpfung
            - Energiemangel, chronische Müdigkeit,Schwächegefühle
            - Psychosomatische Symptome
               Kopf-, Rückenschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden,
               Herz-Kreislaufstörungen, Schlafstörungen
  • Emotionale Erschöpfung
            - Niedergeschlagenheit; Hoffnungslosigkeit, Ausweglosigkeit
            - Gefühl von innerer Leere, von Abgestorbensein
               Diese können auch abrupt wechseln mit
            - Reizbarkeit, Ärger, Schuldzuweisung

  • Geistig-mentale Erschöpfung
            - Abbau der kognitiven Leistungsfähigkeit und Kreativität
            - Negative Einstellung zur eigenen Person, zur Arbeit, zum Leben allgemein
            - Zynismus
            - Gefühle der Sinnlosigkeit
               und existenziellen Verzweifelung

  • Soziale Erschöpfung
            - Gefühl von anderen ausgesaugt zu werden,
               andere Menschen "nerven", können nicht
               mehr als nährend oder bereichernd, sondern nur
               noch als weitere Belastung erlebt werden
            - Verlust der Empathie (Verständnislosigkeit
               für andere, nicht zuhören können)
            - Verlust des Interesses an anderen, sozialer Rückzug
               (nicht nur beruflich, auch privat)

      Beim Burnout-Syndrom  handelt es sich nicht um ein fest umschriebenes Krankheitsbild, es stellt auch keine eigenständige psychiatrische Diagnose dar.
      Metaphorisch handelt es sich um eine langandauernde Energieabgabe mit zumindest in späteren Phasen wenig Ausgleich und geringem Energienachschub; der Akku ist leer und kann nicht wieder aufgeladen werden.
      Burnout ist gekennzeichnet durch einen Verlust der natürlichen Fähigkeit zur Regeneration.
      Man kann sich nicht mehr erholen.

      Das Hauptanliegen unseres Trainings ist es, negativen Auswirkungen chronischer Stressreaktionen für die körperliche und seelische Gesundheit vorzubeugen.